La Paz

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La Paz – von PachaMama und toten Lamas…

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Der Sprachkurs in Lima geht weiter und nebenbei freue ich mich schon wie ein Schnitzi auf den nächsten Wochenend-Trip: La Paz!

Wir haben einen günstigen Flug erwischt und los geht’s. Das Taxi kommt zu spät und der Fahrer fährt dann dafür wie ein Ralley Fahrer Richtung Flughafen. Rechtzeitig checken wir ein und kommen in La Paz an. Wir befinden uns jetzt auf ca 3600m, wobei der Höhenunterschied INNERHALB von La Paz 1000m beträgt! La Paz besteht aus quasi zwei Teilen – der nördliche, obere Teil – auf bis zu 4100m, und dem südlichen, unteren Teil, auf bis zu 3100m. Der obere Teil – El Alto – ist der ursprüngliche, mit der indigenen, armen Bevölkerung und relativ rauem Klima. Der untere Teil befindet sich schon in der gemäßigten Klimazone und beherbergt Firmensitze, Botschaften… und ist der reiche und sichere Teil der Stadt. Das kulturelle Zentrum befindet sich in der Mitte. Die ganze Stadt liegt in einem Tal und die Häuser erstrecken sich bis auf die Bergspitzen… ein ganz spezieller Anblick und mehr als beeindruckend.

Aktuell werden von der Firma Dopplmayr vier Gondelbahnen gebaut, die die oberen und unteren Teile der Stadt miteinander verbinden sollen, denn der Verkehr ist wirklich eine Katastrophe! Es gibt keine Ubahnen und keine öffentlichen Busse im eigentlichen Sinne, dafür sieht man unzäääählige Minibusse aus denen jemand die angefahrenen Ziele auf die Gehsteige schreit, in die man dann einsteigen (oder besser gesagt aufsspringen) und billig mitfahren kann… genauen Überblick welcher wann wohin fährt… den gibt es nicht… Mittags zieht es uns auf den Markt. Zwischen Büchershops und Ständen mit sämtlichen brauchbaren und unbrauchbaren Dingen gibt es auch einen ganzen Stock mit “Kiosken” an denen frisch gekocht wird. Frische Fische liegen auf einem kleinen Stapel auf einem Tisch und wir setzen uns auf einen der 4 Heurigentisch-ähnlichen Plätze. Wir bestellen Mittagsessen mit Fisch und bekommen eine ganze Forelle mit Reis, Salat und noch Sprotten oben drauf… dafür bezahlen wir am Ende 2,5 Euro pro Person. Das gefällt uns – wir kommen wieder! Danach begeben wir uns in das historische Zentrum und zum Witch Market. Dort finden sich jede Menge suspekter Dinge, wie zB auch getrocknete, tote Baby- und Embryo Lamas, Weihrauch, spirituelle Figuren uvm. Diese werden dann kunstvoll zusammengestellt und dienen der Huldigung an Pachamama – der Mutter Erde… naja… Weiter geht’s durch die Straßen und wir schlagen noch bei ein paar hübschen Hauben zu :) Übrigens…. die Bilder die man von bolivianischen Frauen im Kopf hat – mit Hut und bunten Kleidern – die stimmen tatsächlich! Viele Frauen tragen hier noch täglich die traditionelle Kleidung.

Am nächsten Tag geht’s noch ins Valle de la luna. Nur ca 10km außerhalb der Stadt gibt es Steinformationen, die gar nicht wie von dieser Welt ausschauen… Stalagmitenähnlich ragen die Spitzen aus dem Boden. Bizarr. Schön. Und dann war das Wochenende auch schon wieder vorbei… es geht wieder zurück…

…und nächstes Wochenende wird ein HIghlight!! Drei Tages-Tour durch die Bolivianische Wüste!!! Freude!!

Lima und Machu Picchu… lost in views….

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Auf den Spuren der Inka – im vergessenen Tal…

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Lima ist, im Gegensatz zu anderen Mittel- und Südamerikanischen Städten, sehr sicher. Der Stadtteil Miraflores könnte auch eine Stadt in Europa sein.

Das Essen ist – dank Meernähe – lecker und auf der Speisekarte ist jede Menge Fisch. Während wir in Europa Fisch nur auf Sushi roh essen, wird hier Fisch roh mit Saucen, in Spieß-Form, mit Zitronendressing uvm gegessen. LECKER! Ausserdem ist das Nationalgetränk mehr als lecker – Pisco Sour!

Die historische Innenstadt befindet sich außerhalb von diesem Viertel und man kommt sich vor, wie in einer anderen Stadt. Es riecht ein bißchen…. schmuddelig…. die Straßen hinter dem Hauptplatz zeigen die Armut der Menschen und die Häuser sind heruntergekommen. Der Plaza de Armas (Hauptplatz) selbst ist aber sehr hübsch und wir schauen bei der Wachablöse zu, die groß zelebriert wird. In einem Supermarkt – eigentlich nur auf der Suche nach etwas Wasser – finde ich dann Soletti! Jiiiiiha! Heimatfeeling! :)

Die Sonnnenuntergänge in Lima sind superschön!
Die Sprachschule… oke… ;)
Dafür haben wir die Wochenenden schon verplant und das zweite Wochenende in Peru (nach unserem tollen Lauf :) ) geht nach Cusco!

Cusco liegt auf 3400m und als wir in der Nacht in unser Zimmer im 1. Stock einchecken möchten, wird die Luft zum Atmen schon knapp.
Rund um Cusco gibt es unzählige historische Stätten der Inka. Wir machen eine Tour – 1. Stopp Ollantaytombo – eine Inkastätte die als Festung diente. 2. Stopp Pisac – mit einem riesigen Markt voller Alpaka Accessoires und einer Inka Kultstätte in deren Wände die Leichen bestattet wurden, und runde Terrassen, die zur Agrarnutzung. Dann geht’s durch das heilige Tal der Inka. Dieses wird vom Fluss Urubamba durchzogen, der bis zum Machu Picchu fließt!

Die Zimmer haben hier alle keine Heizungen und die Nachttemparaturen gehen knapp unter 0 Grad! Deswegen schlage ich noch zu und kaufe mir Alpaka Socken und einen Alpakapulli :) Ausserdem schauen wir noch eine kurze Runde durch den Markt – hier gibt es von Meerschweinchen über Hühner und sonstigem Fleisch – direkt neben den Straßenhunden – nahezu alles :)

Am nächsten Tag heißt es wieder früh aufstehen, denn um 7:40 geht der Zug.
Die “Talstation” des Machu Picchu ist Aguas Calientes und ist ausschließlich mit dem Zug erreichbar. Keine Straße. Die einzige Alternative ist der Inka Trail – 3 Tage wandern. Nein. Wir nehmen den Zug! Den lassen sie sich natürlich auch zahlen – knappe 200.- für Hin- und Rückfahrt (die billigste Ausstattung). Der Zug ist allerdings wirklich hübsch und entlang der Fahrt gibt’s immer wieder Infos zu Gegend und Geschichte. In den nächsten 3,5h bewältigen wir 92km auf einer eingleisigen Strecke bis wir Mittags in Aguas Caliente ankommen.
Nachdem wir eingecheckt haben gehen wir essen.

In Peru typisch: Meerschweinchen. Das wird bestellt. Als Ganzes kommt es am Teller. Und aus Neugier koste ich nach 16 Jahren Vegetarier-Dasein auch das Tierchen. Allerdings nur ein 1cm-großes Stückchen… Und es ist irgendwie… wie Hase… nur kleiner…

Das Städtchen selbst ist rein touristisch und besteht nur aus Lokalen, Mini-Supermärkten, Hostels und einem Markt. Nach einer Runde am Markt geht’s dann Richtung Quartier.
Sonntag, Tagwache: 4 Uhr. Frühstück, fertig machen, auschecken und ab zur Busstation.
Um auf den Machu Picchu zu kommen gibt es 2 Möglichkeiten: ca. 2h Wanderung in totaler Finsternis (wenn man früh dort sein möchte), oder 20 min Fahrt mit dem Bus. Wir sind um 4:40 bei der Busstation und es sind schon ca 60 Wartende vor uns. um 5:28 fährt der erste Bus los, um 5:30 sitzen wir in Bus Nr 3 Richtung Machu Picchu; um 5:50 stehen wir hinter ca 70 anderen in der Reihe am Eingang. Um 6:00 öffnen sich die Pforten und um 6:10 sind wir als eine der ersten am Gelände.
Riesig! Beeindruckend! Nicht in Worte zu fassen!

Zwei Stunden bestaunen wir die ehemelige Inka Stadt, die 1911 wieder entdeckt wurde. Sie besteht aus 3 Teilen: dem heiligen Teil mit spirituellen Gebäuden und Plätzen, dem Agrar-Teil mit Terrassen für den Anbau von Nahrungsmittel und dem Wohnteil. Etwa 2000 Menschen wohnten hier. Man nimmt an, dass es “auserwählte” Personen waren, da es viele Elemente gibt, die astronomisch berechnet wurden.

Nach 2h Besichtigung machen wir uns weiter auf den Weg – auf den nebenstehenden und größten Berg des Tals, den Montana Machu Picchu. 1:20h dauert der Aufstieg, der zu 95% aus Stufen besteht. Heiß. Anstrengend. Aber der Ausblick ist überwältigend – über das gesamte Tal inkl. Machu Picchu. Ich plaudere mit dem “Hausmeister” bzw Security am Berg-er geht die gleiche Strecke täglich und braucht nur noch 25 min dafür!! unglaublich…
Wir machen eine kleine Pause am Berg und als wir wieder hinunter gehen ziehen die Wolken zu… perfektes Timing… eine weitere Stunde später kommen wir wieder am Gelände des Machu Picchu an. Meine Oberschenkel zittern bei jeder Bergab-Stufe… ;)

Wir bestaunen noch das Gelände und begeben uns wieder hinunter nach Aguas Calientes, von wo uns der Zug wieder nach Cusco bringt, vonwo der Flug nach Lima geht…

WAS FÜR EIN TAG!

Jetzt heißt es wieder Sprachschule in Lima und nächstes Wochenende: La Paz!

 

Panama paradise

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Panama im Schnelldruchgang und Buenos Dias Lima!

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Die letzten Lern-Wochen haben wir etwas geblockt, damit wir auch ein bißchen Zeit für Panama haben!

Es geht zur Grenze nach Bocas del Toro, Panama. Über eine wacklige Brücke mit teilweise unbefestigten, wackligen Brettern auf ca. 30m Höhe geht’s zum Grenzübergang. Der Busfahrer ist ein Gentleman und übernimmt mein Gepäck – vermutlich hätte es sonst etwas länger gedauert :D
Es gibt 4 Stellen: 1. bezahlen für die Ausreise von Costa Rica, in einem Kammerl, das mehr nach Schreibwarengeschäft als nach offiziellem Büro ausschaut 2. Brücke überqueren und Ausreisestempel von Costa Rica holen 3. in ein 4qm Kammerl Einreisegebühr für Panama bezahlen 4. Immigration und Stempel für die Einreise nach Panama holen. Dort wollen sie auch ein Ausreisedokument sehen, sonst hat man keine Chance auf den Stempel. Viele zücken die Handys mit Flugbestätigungen, andere haben ein billiges Busticket zurück nach Costa Rica, das sie dann verfallen lassen. Wofür so ein Nachweis gut sein soll, verstehe ich nicht… aber ok…
Nach 1,5h ist die Grenzüberquerung geschafft und es geht weiter mit dem Bus und dem Boot nach Bocas del Toro. Das Archipel besteht aus 6 großen Inseln und vielen vielen kleinen. Am Weg zum Hostel werden wir von einem Einheimischen am Rad begleitet, der nicht aufhört zu reden – ich gebe nach und wir buchen für den nächsten Tag einen Bootstrip. Der ist dann auch super! Wir starten in einer Bucht und sehen Delphine… zuerst nur Flossen und dann springen sie auch… :)
Weiter geht es dann auf die Isla Zapatillas. Naturschutzgebiet. Wir bleiben bei einem türkisen, 100% naturbelassenen Strand zum Baden – Traumstrand! Und dann noch zum Bocas del Drago – auch ein wunderschöner naturbelassener Strand mit wenigen “Restaurants” mit Plastikmöbeln, die den frisch gefangenen Fisch anbieten. Das Wasser ist ruhig und türkis. UND: es gibt Seesterne! AWESOME!
Am Abend geht’s zurück und am nächsten Tag wieder auf’s Festland zu einer Kakaoplantage. Wir sind nur zu dritt bei der Fürhung – mit einem Bauern wandern wir durch die Plantage – 3h erklärt er alles und wir kosten natürlich auch Früchte, Bohnen, Schokolade und überhaupt Alles :)
Das Fruchtfleisch um die Kerne ist von der Konsistenz wie Lychie und vom Geschmack wie Mango. Lecker! Mitten im Dschungel gibt es dann auch geröstete Kakaokerne – ganz und dann auch gemahlen nur mit Zucker vermischt. LECKER!

Viel gegessen und viel gelernt, geht’s auch schon zum Nachtbus nach Panama City. Mein vermeindlich super Platz direkt hinter dem Fahrer am Fenster stellt sich als schlechtester Platz heraus… die Klimaanlage ist natürlich wieder mal auf Anschlag kurz vor Kühlschrank-Temperaturen aufgedreht und der Busfahrer hat das Bedürfnis nach Frischluft, also zieht es auch noch nach hinten…. aber das will ich ihm nicht verweigern – er soll ja schon munter bleiben beim Fahren ;) Zwei Pullis und Decke… muss reichen… zusätzlich machen wir in den 10h noch 3! Stopps! um 1 Uhr essen die Leute als gäbe es kein Morgen mehr… wer’s mag… und um 5 Uhr kommen wir durchgefroren in Panama City an. Wir fahren zum Quartier, lassen das Gepäck da und werden mit “bis 14 Uhr” verabschiedet. Also mal zum einzigen Lokal das um diese Zeit offen hat und warten… ich lege ein kurzes Nickerchen am Tisch ein… ;)
Um 7 starten wir in die Stadt – die erste richtige Stadt nach fast 3 Monaten! juhuuuu!! – und sie ist wunderschön! Es gibt eine koloniale Altstadt, Hochhäuser, viel Geschichte, leckeres Essen und natürlich den Panamakanal! Beeindruckend! Der Panamakanal selbst – ein technisches Weltwunder! Ein maximal beladenes Kontainerschiff zahlt läppische 340.000 Dollar für die Durchquerung. Ein Privatschiff zwischen 800 und 3800 Dollar – je nach Größe und Gewicht. Am Abend von unserem Abflug genießen wir noch die Skybar des Hard Rock Hotels im 5. Stock. It’s all about the view! Sag ich doch…
Nachts dann Richtung Flughafen und weiter geht’s nach Lima. Dort haben wir gleich mal Hostel getauscht, ein paar Troubles mit einem Flugticket gehabt und unser Starterkit für den Worldrun am nächsten Tag geholt. Früh ins Bett denn um 3:00 am Sonntag ist Tagwache. Fertigmachen, Taxi zum Park und Gruppen-Aufwärmen. Runtastic sagt mir, dass ich das letzte Mal im August 2013 gelaufen bin – ich hoffe also, dass mich das Catchercar so schnell wie möglich einholt! Um 5 Uhr fällt der Startschuss… hunderte Luftballoons steigen in den Himmel, die Stimmung ist super! Wir laufen die ersten 5km durch die Stadt, vorbei an Diskotheken an denen Alkleichen lehnen… und dann an der Uferpromenade in den Sonnenaufgang… also ich weiß nicht, ob es eine schönere Destination für den Lauf gab. Es war dann schon recht anstrengend und ich wünschete mir das Auto sehnlichst herbei…. hat aber ganz schön auf sich warten lassen… bei km 10 werden wir eingeholt… Es war die Mühe aber absolut wert und ein tolles Event!
Sprachkurs geht in Lima weiter und wir bereiten schon unsere Ausflüge vor! :) Machu Pichu – wir kommen! bald!

PS: vom Bootsausflug in Bocas del Toro gibt es nur Fotos auf Insta, weil Wasser und meine Kamera… die zwei vertragen sich nicht so gut… Dito vom Worldrun – das wäre sonst auch etwas umständlich geworden, da musste das Handy reichen :)