San Francisco & Vancouver

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durch die Straßen von San Francisco und auf die Berge von Vancouver…

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Die Zeit in Mittel- und Südamerika ist vorbei und der Flug von Lima nach San Francisco ist gebucht!

Wir fahren zum Flughafen und stecken im Verkehr…. wieder Mal… statt 1 – 1,5h zum Flughafen (was schon großzügig berechnet war) fahren wir 2 Stunden und sind schon, naja, eher knapp… also wir haben noch 25min bis der Check in schließt. Alles gut… der Herr vom Bodenpersonal fragt nach der Bestätigung des ESTAs (‘Tourivisum’ für die USA, ca. 20 Dollar). Ich such den Zettel raus, er gibt sich zufrieden… und wie es Männer mit der Ordnung haben, hatte meine liebe Begleitung den Zettel…. verlegt…. gut…
er lasst uns ohne den blöden Wisch nicht einchecken… also bleibe ich beim Gepäck während meine liebe, organisierte Begleitung nach WLAN sucht um das als Screenshot abzuspeichern… die Zeit vergeht und 5 min bevor der Check in geschlossen wird teilt mir der nette Herr von der Fluglinie mit, dass sie in 5 min sperren und dann kein Check in mehr möglich ist… gut.. ich bitte ihn kurz auf’s Gepäck zu schauen, damit ich schauen kann wie’s denn ausschaut… aber das geht natürlich nicht… die Bemerkung er könne nicht drauf schauen und wenn ich es alleine lasse wird es abgeführt war deutlich… nett…
Gut… also diskutiere ich mit den netten Damen hinter den Schaltern wie lächerlich das ist weil wir mit selbiger Linie schon einen USA Stop over hatten und sie eigentlich auch Aufzeichnungen haben müssten blabla hin und her – nix zu machen… Sie räumen schon alles weg… eine geht nach der anderen und die letzte steht schon auf, als das ESTA auf das Pult geknallt wird… die Werte Dame checkt uns noch ein und wir laufen zum Gate… bei der Imigration nochmal ewig hin und her und JUHU noch geschafft!
Nachdem wir sparen müssen, dauert der Flug etwas länger… gesamte Anreisezeit 15 Stunden – über Fort Lauderdale und Atlanta – aber dafür günstig! Also rein in den Flieger lesen – aussteigen warten – wieder einsteigen, müde – aussteigen warten – einsteigen lesen – landen: in San Francisco!

Wir fahren in die Stadt und gehen schlafen… die nächsten Tage ist wieder großes Sightseeing Programm angesagt. Golden Gate Bridge, Pier 39 (mit den Seelöwen), Cable Cars, die Häuser von Full House, Castro, China Town (größtes Chinatown außerhalb Asiens), Jelly Beans, Napa (Weingegend), Alcatraz… – weil wenn, dann natürlich gscheit ;)

Alles super beeindruckend – und teuer! Für Napa haben wir uns für einen Tag ein Auto gemietet – eine sehr sophisticated Gegend – aber super schön! Nur leider weit und breit keine ‘billigen Heurigen’…
Gleich ums Eck ist auch die Firma Jelly Beans – also haben wir noch eine Werksführung mitgemacht… pro Tag werden hier 30 Tonnen Zucker verarbeitet!! das Ganze Werk läuft 24h/Tag und 5 Tage die Woche, hat 400 Angestellte und exportiert in 77 Länder… riesig… Zuckerschock!!

Alcatraz ist seit 1965 aus Kostengründen nichtmehr in Betrieb – aber wenn man durch die Zellen schaut, hat es bis heute etwas Gruseliges…
Die Stadt selbst ist wirklich cool… und man braucht nie Angst zu haben, keinen Kaffee zu bekommen, denn ein Starbucks ist – egal wo man ist – maximal 5 Minuten von entfernt.
Am Abend wird es immer recht frisch und mir fällt ein, was unsere californische Mitreisende in Bolivien gesagt hat: “The summer in San Francisco was the coldest winter I have ever had.’ Tatsächlich hängt ständig Nebel über der Stadt und wer sich über den Wind in Wien beschwert, sollte San Fran lieber auslassen…
Im Ganzen aber eine richtig coole Stadt, in der man die Kreditkarten auf keinen Fall vergessen sollte… ;)
Nach wenigen Tagen geht’s auch schon weiter nach Vancouver. Die Erwartungen sind eigentlich nicht so groß, aber wurden mehr als übertroffen. Eines der nettesten Völker überhaupt… Die Stadt ist rundherum von Meer umschlossen und es gibt tolle Viertel mit netten Lokalen direkt am Meer. Nachdem man in Kanada natürlich auch Bären gesehen haben muss, buchen wir “breakfast with the bears” am Grouse Mountain. Wieder mal heißt es früh aufstehen und um 8:00 geht es mit der ersten Gondel steil hinauf – der Ausblick ist atemberaubend! Ein Ranger erklärt uns alles zu den Grizzlys und wir können sie auch füttern. Wir sind mit der ersten Gondel gefahren, sind also vor allen anderen Besuchern vor Ort. Danach gibt es einen Brunch mit Lachs, Beeren und allem was man sich so wünscht… herrlich!

Am nächsten Tag waren wir Whale Watchen… wir waren ja schon ein Mal in Mexico – dort gab es die Humpback Wale – aber hier gibt es Orcas!! Normalerweise ist die Tour mit 3-5 Stunden angesetzt.. wir fahren und fahren, nur leider keine Orcas in Sicht… gesamt waren wir dann 8 Stunden in einem kleinen Boot unterwegs, um eine Stunde Orcas zu beobachten! Aber es war es absolut wert! Auch wenn sich danach noch ein paar Stunden alles ein bißchen… wackelig und schwindelig angefühlt hat :)
Am nächsten Tag war “Italy day” in der Stadt und nachdem die wichtigen Sightseeing Punkte abgehakt sind, schlendern wir die abgesperrte Straße entlang… es gibt Pizza und italienische Musik und es schleicht sich so der Wunsch nach Aperol Spritzer ein… Auf den Straßen vor den Restaurants sieht man heitere Runden mit Kaffeebechern in der Hand (weil Alkohol auf der Straße ja verboten ist… :) ) also wagen wir uns in eine italienische Pizzeria und fragen nach Aperol Spritzer… hinter der Bar ein Italiener – die Hoffnung steigt… aber offensichtlich ist er zu früh ausgewandert… weil von Aperol hat er noch nie was gehört… das Spielchen wiederholt sich – welch ein Trauerspiel für einen Italian day… – in allen anderen Lokalen… aber gut – war trotzdem nett ;)

Und so schnell waren auch hier die Tage wieder vorüber… next Stop: HAWAII – aloha – wir kommen!

Ica, Paracas… und… Hasta Luego Lima!

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Sandboarden, Oasen, Pinguine, Seelöwen… Disfrutar Peru…

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In Lima wissen wir jetzt schon ganz ganau, wann und wo die Happy Hours für unser aktuelles Lieblingsgetränk – Pisco Sour – sind; wo es das beste Ceviche gibt und die nettesten Lokale… und da hat sie uns schon wieder eingeholt… die Zeit!!

Das letzte Wochenende in Lima steht vor der Tür und wir entscheiden uns für einen Ausflug nach Paracas und Ica. Mit dem Bus geht’s 5 Stunden die Küste entlang in den Süden – zuerst nach Ica. Die Stadt selbst hat jetzt nicht all zu viel zu bieten… aber von dort geht’s mit dem Taxi noch 15min weiter nach Huacachina. Klingt komisch – aber ist ein bißchen… wie aus einem Märchen… oder einem schlechten Hollywoodfilm!! Eine OASE umgeben von Sand, Sand, Sand bzw Dünen, Dünen, Dünen. Gut – warum fahre ich da hin, kann man sich fragen… die Antwort ist: es ist das Mekka des Sandboardens!! Wohooo – das letzte Mal stand ich vor ca 6 Jahren am Snowboard… und als ich die steilen Dünen sehe wird mir ganz anders und ich zweifle an dem Ausflug… aber wenn wir schon mal da sind… ;) Wir fassen Equipment aus und mit einem Buggie fährt uns der Fahrer kreischend (also wir, nicht der Fahrer…) auf die Dünen. Unser Fahrer wollte wohl auch Rennfahrer werden…. er beschleunigt und bei jedem Gipfel an dem wir ankommen stockt der Atem, weil man nie sieht, wie es danach weiter geht… manchmal gerade… manchmal mit einer gefühlten 90 Grad Senkung (sagt man das so – als Gegenteil von Steigung?) hinunter…. aaaaaah… Es war wirklich lustig und nach zwei Stunden aber schon wieder vorbei. Dann ging es noch 1 Stunde im Bus nach Paracas.

Am nächsten Morgen war wieder nix mit ausschlafen, denn um 8 Uhr geht es los zu den Islas Ballestas. Das ist ein riesiges Naturschutzgebiet, in dem Seerobben, Pinguine und jede Menge Vögel leben. Mit dem Boot sehen wir gleich am Beginn Delphine – ganz nah kommen sie zum Boot und spielen miteinander. Weiter an Seelöwen und Pinguinen vorbei. Superschön! Danach noch am Festland ins Naturschutzgebiet von Paracas. Extrem windig, aber wunderschöne Landschaften! Der Nama Paracas stammt aus der Sprachen der Indigenen – SCETCHUAN – und bedeutet Sandsturm… genau so fühlt es sich auch an… Nach der Tour geht es dann wieder in unseren Bus zurück nach Lima, wo wir vier Stunden später wieder eintrudeln… die letzte Woche Sprachkurs in Lima bricht an… und somit dann auch die letzte Woche in Mittel- bzw Südamerika… sentimental…

Die letzten Tage in Lima gehen vorüber… also noch ein letztes mal zu meinem lieblings Fischrestaurant, ein letztes Mal Tres Leches – Torte essen, ein letztes Mal Lemon Pie essen, letztes mal am Pier entlang spazieren… und – bis jetzt immer aufgeschoben – noch in den Parque de las aguas. Hier gibt es 3 Mal die Woche Wasserspiele… also auch noch am Pflicht-Programm.
Wer aber aus Hamburg vielleicht die Show von Planten und Bloomen kennt…. den kann man hier nicht wirklich beeindrucken.

Und jetzt ist mal ein bißchen USA am Plan…. die Kreditkarte wird glühen :/

 

 

 

Uyuni

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Irgendwo im Nirgendwo… ab nach Bolivien in die Wüste

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Da wir nicht mehr lange in Südamerika sind, nutzen wir die Zeit und die Gunst der “billiger Flug erwischt” – Stunde und wir verbringen ein Wochenende bzw drei Tage in der bolivianischen Wüste und in Uyuni!

3 Tage/4 Jeeps/4 Fahrer/2 Guides/22 Reisewütige/keine Heizungen/kein Handyempfang/irgendwo im Nirgendwo…
tagsüber: bis zu 25 C°
nachts: von mir erwartet: -5C° dann doch eher -16C° :/

Das wärmste Gewand zusammengepackt und los geht’s! Wir kommen in Uyuni an und fahren mit dem Taxi zur Agentur. Das Thermometer im Taxi zeigt: MINUS SECHZEHN GRAD!
Oke… es ist mir beim Aussteigen auch schon kälter als minus 5 vorgekommen… hilft nix… nur die Harten kommen in den Garten…
Die Agentur hat noch nicht offen, also fahren wir in das einzige um 6:30 schon geöffnete Cafe frühstücken. In der Mitte vom Raum steht ein Heizschwarmmerl – schnell hin. Sonst ist es drinnen noch nicht wirklich “kuschelig”. Um 8 geht’s nochmal zur Agentur. Noch schnell aufs Klo… Händewaschen: Fehlanzeige! Wasserleitungen sind gefroren! Alles klar… Handdesinfektionsmittel tut’s auch…
Also jetzt zur Agentur… endlich… angemeldet – alles klar – um 11 geht’s los. Noch ein bißchen Proviant eingekauft und dann sitzen wir mit einem Pärchen aus Californien und einem Engländer im Jeep – die nächsten 3 Tage :)

Erste Station: Eisenbahnfriedhof. Über 100 Jahre alte Wagoons liegen hier brach und hunderte Touristen strömen hier her. gut. auch gesehen.

Weiter geht’s nach Colchani, wo Salz abgebaut und verarbeitet wird. In einem Schuppen sitzt ein alter Mann vor einem Salzhaufen und verpackt seinen weißen Schatz in kleine Plastiksäckchen. Wir spazieren alle durch den Schuppen und schauen ihm zu, während unser Guide von Hygiene und steriler Arbeit erzählt… na klar… schön dass von uns die Hälfte gerade am Plumpsklo war – das halb unter Wasser stand – und jetzt hier am sterilen Salzhaufen vorbei marschieren… mhm… ich nehme kein Salz als Souvenir mit…

Zurück in die Jeeps zur Isla Inca Wasi. Durch die Salzwüste fahren wir zu dieser Insel mitten in der Salzwüste, auf der unzählige bis zu 20m hohe Kakteen wachsen.
Danach gibt’s noch Zeit um lustige Salzwüsten-Fotos zu machen :)

Die Salar de Uyuni ist die größte Salzwüste der Erde – 10.582qkm. Hier leben nahezu keine Lebewesen und die Salzkruste ist bis zu 30m dick. Darunter befindet sich Wasser. Das gesamte Salzaufkommen soll bei etwa 10 Milliarden Tonnen liegen. Jährlich werden – mehr oder weniger hygienisch :) – ca 25.000 Tonnen abgebaut und verarbeitet.

Mit dem Jeep fahren wir noch eine weitere Ewigkeit über das Salz und kommen dann in unserem ersten Quartier an: ein Hotel aus Salz. Im Nirgendwo. Ohne Heizung. Es gibt noch Tee, dann Abendessen – es wird geplaudert und bald schlafen gegangen…

Tagwache Tag 2: 6:15; frühstücken und dann auch wieder ins Auto. Der zweite Tag besteht aus ca 10h Autofahrt auf extrem rumpeligen Straßen. Die Landschaften wechseln immer wieder und wir machen Stopps für Fotos. Die Landschaften sind unglaublich. Lagunen mit Flamingos, Vulkane, Rock Tree, die Sildi Wüste = die höchste und trockenste Wüste der Welt, Gaisire. Das Programm ist wirklich unglaublich. Allerdings geht’s stetig mehr nach oben und unsere Californische Mitfahrerin verträgt die Höhe nicht so gut…
Auf schließlich 4980m kommen wir zu den Gaisieren. Sie haben über 200C° und überall blubbert und raucht es vor sich hin. Von dort fahren wir noch 1h zu unserem Quartier – das befindet sich dann über 5000m und ich merke auch, dass zum Kopfeh jetzt auch noch ein bißchen Schlechtstein kommt… und dann der Schwindel… von der gesamten Gruppe (22 Personen) haben aber 7 Personen solche Zustände. Der Guide hat eine Sauerstoffflasche mit… tatsächlich… irgendwie wird es nach 4 min Sauerstoff-atmen auch wieder besser…

Das Quartier ist mit “basic” beschrieben – und ja, anders könnte man tatsächlich nicht dazu sagen. Es gibt keine Duschen, die Klos sind… naja… basic (Plumps und so), wir schlafen in einem Dormroom zu 6st, Strom gibt’s nur, wenn die Sonne untergegangen ist…
Es gibt Abendessen und es ist schon finster – aber erst als wir uns gegenseitig schon nicht mehr sehen können gibt es Licht… ohne Heizung wird es auf 5000m doch schon richtig frisch, aber vor der Türe – bzw ca 100m entfernt – gibt es ein Thermenbecken!! Nach dem Essen heisst es demnach – bei gefühlten 0 Grad – in den Bikini – die Überwindung war riesig!! – und dann schnell zum Becken laufen. Hinein und tatsächlich: 35C° heisses Wasser… nachdem alle so durchgefroren waren, war die Freude riesig und der Blick in den Himmel war atemberaubend. Noch nie habe ich so viele Sterne sehen können! Die ganze Milchstrasse konnte man sehen. Unglaublich! Nach ca 30min war’s dann aber zu viel, der Puls auf Anschlag, also schnell raus und ins Haus gelaufen. Dort raus aus dem nassen Zeug, rein ins Schlafgewand und in den Schlafsack gekuschelt! Endlich warm! so schön! Dafür kam der Schwindel zurück und der Puls war immer noch viel zu hoch… nein, ich bin kein Bergmensch… das steht fest. In La Paz hat uns jemand erklärt, dass die Leute auf dieser Höhe mehr rote Blutkörperchen haben und deswegen leichter damit klar kommen… ob’s stimmt weiß ich nicht… Tatsache ist, dass ich das wirklich etwas unterschätzt hatte…
Am nächsten Tag aufgewacht ist aber wieder alles gut!

Frühstücken und ab in den Jeep…. ruckelige Straßen… wir sehen noch Wüste und Lagunen und dann geht’s wieder zurück….

Ein wahnsinns Erlebnis!! Was für ein Land, welch eine Naturgewalt!!