Fiji time is Bulatime

Gallery

Fiji time – no worries no hurries

Standard

image

 

Wir boarden bei der Fiji Airways – 6h Flug… beim ersten Stopp sieht man aus der Luft eigentlicch nur Riff und wenig Land, eine kurze Landebahn. Als wir landen, sind wir die Einzigen am Flughafen, denn hier gibt es nur 1 Mal pro Woche eine Flugverbindung – wir sind auf Christmas Island! Eine Hütte steht links mit Fluggästen die einsteigen werden, eine Hütte rechts, für die Passagiere, die das Flugzeug verlassen. Von ihnen sind es ca 90% Männer über 60 Jahre…. wir wundern uns, was auf dieser Insel wohl vor sich geht… bis ich die Angeln sehe. Tatsächlich, Christmas Island ist offenbar ein Fischer-Paradies! Der höchste Punkt ist bei 2m und ist damit gefährdet, in den nächsten Jahren ganz im Meer zu verschwinden…. mittlerweile sucht die Regierung Möglichkeiten, neue Regionen zum Leben für die wenigen Einwohner zu finden. Nach 1h ist es geschafft und wir starten weiter Richtung Nadi, Fiji.

Im Flugzeug wird man – des öfteren – darauf hingewiesen, was nicht alles verboten ist einzuführen… Fleisch, Milchrodukte… (eh klar), Muscheln, Holz, Samen… und hier wirds fies… aus Hawaii habe ich eine Lei Kette aus Baumsamen… immer wieder wird am Flughafen mit Verbotsschildern auf die hohen Strafen aufmerksam gemacht, also deklariere ich meine Kette – gehe durch “declare” aber alles gut, niemand interessiert, was ich überhaupt deklarieren wollte. War ja auch schon spät :)

Ohne weitere Reisepläne und nur mit einer Unterkunft für die erste Nacht fahren ins Hostel und gehen schlafen… am nächsten Tag planen wir – aus Ermangelung an Entscheidungsfreudigkeit, eher ich – die nächsten Tage… über 300 Inseln… nicht einfach… aber mit Hilfe eines Einheimischen schaffen wir dann aber alles und am nächsten Tag geht es los: Inselhopping – 10 Tage Yasawa und Mamanucas Inseln! juhuuuuuuuuuu

Wir startetn mit Waya Lei Lei.
Alle Inseln werden mit einem Katermaran angefahren, der einmal am Tag von Nadi (Westseite der Hauptinsel Viti Levu) startet, bis in den Norden fährt und am Nachmittag dann von oben wieder zurück nach Nadi. Dieser bleibt dann zwischen den Inseln stehen und kleine Boote der jeweiligen Resorts (hier reden wir allerdings von keinen Luxus- sondern von ganz einfachen Backbackerresorts ;) ) holen ihre Gäste samt Gepäck ab… Wir steigen also samt Sack und Pack ins Fischerboot und als wir zur Insel fahren, werden wir singend am Strand empfangen – richtig nett! Und eines ist von Anfang an in Fiji klar – BULA ist das wichtigste Wort. Beim Aussteigen heißt es also, einmal laut ‘Bula’ schreien, sonst geht hier gar nix.. ;) Bula heißt wörtlich übersetzt “Leben” und wird zu Begrüßung genauso wie für Verabschiedungen verwendet, aber auch für Danke, Gesundheit, und sonstige Gelegenheiten… Auf Waya Lei Lei sind wir 14 Touristen auf der gesamten Inselseite und im Dorf nebenan leben ca 100 Einheimische. Hier gibt es aber weder einen Supermarkt, noch sonstige touristische Infrastruktur. Nur Blechhütten um eine einfache Kirche. Nachdem es auf den Inseln außer den Resorts keine anderen Lokale gibt, ist immer ein Vollpension-Paket inklusive – Fiji style… Einfaches Essen – dafür reichlich davon!
Und es gibt einen genauen Plan:
Frühstück um 8:00
Mittagessen um 12:30
Afternoon tea um 15:30
Abedessen um 19:00

Ausserdem gilt auf den Inseln in den nächsten 10 Tagen:
kein Internet
kein Handyempfang
Strom meist nur von Einbruch der Dunkelheit (also ca 18 Uhr) bis 22 Uhr, danach nur Notfallstaschenlampe

Vor den Mahlzeiten gibt es noch einen netten Brauch: Holztrommeln werden geschlagen, um alle zu den Tischen zu locken. Pünktlich pilgern so alle zeitgleich zu den Tischen und es kommt richtige Schulausflug-Stimmung auf. Tagsüber gibt es auch jede Menge Programm.

Auf Waya Lei Lei mache ich aus Palmenblättern Armband und Ring und Maria, eine Einheimische aus dem kleinen Dorf von nebenan, die mit mir werkt, zeigt auf das Armband und sagt: “this is a Fiji swatch – no time – no hurries no worries”. Herrliches Motto. ‘Fiji time‘ sind nach ‘bula‘ übrigens die zweithäufigst gebrauchten Worte… und wenn etwas oder jemand on fiji time ist, kann man sich schon denken, was das bedeutet… ;)

Auf Waya Lei Lei steht ausserdem noch Shark Snorkeling am Programm! Wir fahren mit dem Fischerboot ca 50 Minuten ins offene Meer zu einem Riff, springen ins Wasser und unser Instructor holt einen ca 1,5 m grossen blacktip reefshark herauf – ziemlich beeindruckend… den restlichen Tag genießen wir den leeren Naturstrand…

Alle 2 Nächte geht’s zur nächsten Insel und so geht es weiter zu Barfoot Island, bekannt für das Mantatauchen. Kaum eingecheckt – gleiche Essenesregeln wie zuvor – gibt es nur eine Zusatzregel: wenn die Mantas im Kanal sind, gibt es noooo fijitime! Denn dann wird getrommelt und alle müssen so schnell wie möglich zur Tauchstation. Das passiert am nächsten Tag auch – Maaaaaaantaraaay Alarm, alle laufen, schnell zum Boot und es ist unglaublich. Wir können 8 Verschiedene Mantas sehen, der grösste fast 2m gross… überwältigende Tiere. Mit ihren offenen Rachen kann man das Gefühl nicht unterdrücken, dass sie einen komplett verschlingen wollen. Sie sind aber reine Planktonfresser und holen sich so nur möglichst viel Futter.
Am Abend gibt es noch Kokosnuss Bowling und was soll ich sagen… ich hab’s verhaut… alle Länder spielen gegeneinander und wir waren immerhin nicht die letzten… glaube ich… ;)
Der nächste halbe Tag ist noch zum Strandliegen da, dann kommt auch schon der Katamaran… weiter geht es…

Für die nächsten zwei Tage geht es nach Nacula – dort holen uns die Wolken ein und die Sonne lässt sich kaum blicken. Die Unterkünfte – Bure genannt – sind sehr basic und die Matratze liegt lediglich auf einem Holzbrett ;) dafür mit Meerblick! Das Resort ist locally owned und die Familie bzw die Söhne geben ihr bestes Animateurprogramm inkl Bulatanz für uns – gesamt sind wir nur 12 Besucher auf der Insel.
Wohlverdient gibt es danach noch Kava. Kava ist das Nationalgetränk – jeden Tag am Abend wird ein Bananenblatt-Teppich ausgetrollt und das Getränk – aus dem Pulver der Kavawurzel – in einer grossen Schüssel bereitet. Es ist für die Fijis wie Bier oder Wein für uns, nur dass es kein Alkohol ist, sondern es wirkt stimmungsaufhellend, verringert Angstzustände und hat eine leicht beteubende Wirkung. In Europa war er früher verboten und fiel unter das Beteubungsmittelgesetz, mittlerweile ist die Einfuhr wieder erlaubt. Das Zeremoniell beginnt. Alle sitzen im Kreis und derjenige an der Kavaschüssel verteilt das Getränk in halben Kokosnussschalen. Einer nach dem anderen bekommt das Schälchen, die einzige Frage davor ist nur “low tide or high tide” (wörtlich: Flut oder Ebbe), was soviel bedeutet wie halbvoll oder ganz voll… :) Der Kava wird solange gereicht, bis die Schüssel leer ist, das können dann 3 bis 6 Runden sein. Währenddessen wird Gitarre und Okulele gespielt und gesungen. Supernett. Am nächsten Tag gehen wir noch in eine Höhle Schnorcheln und dann heisst es auch schon wieder weiter ziehen.

Nachdem wir uns ganz im Norden befinden, ist die Strecke diesmal 6h lang, bis zur nächsten Insel – diesmal in der Mamanucas Inselgruppe. Wir erreichen South Sea Island als es schon finster ist. Die Insel kann man in 5min einmal komplett zu Fuß umrunden. Es gibt also auch nur ein Gebäude und dort befindett sich ein 35er Dorm (Gemeinschaftsschlafsaal)…. Die Schlafstunden sind also an einer Hand abzuzählen, aber die Insel ist wunderschön.

Nach nur einer Nacht geht es aber schon weiter in den Westen – auf Mana Island. Nur 30 min nörldich von Mana ist die Insel, auf der Castaway gedreht wurde. Hier auch als Tom Hanks Island bekannt… Am nächsten Tag also gleich dorthin weiter. Die Insel ist auch heute noch unbewohnt und von unglaublicher Schönheit. Naturbelassene Strände, Riffe zum Schnorcheln direkt davor… wunderschöner Tag. Ein halber Tag bleibt uns noch auf Mana und dann geht es zurück nach Nadi.

Die Inseln sind unglaublich schön und der Fiji Charme ist unendlich. Von Nadi fahren wir dann gleich weiter noch für ganz kurz auf die Coral Coast und dann geh es auch schon weiter…

next Stop: AUSTRALIEN Kängurus ich kommeeeeeeeeee <3 <3 <3

Oahu, Maui & Kauai

Standard

Aloha Hawaii – just hang loose….

Standard

image

… mit Okulele-Klängen und Aloha-Feeling werden wir in Honolulu empfangen. Mit dem Aussprechen und vor allem merken der Städtenamen wird es die nächste Zeit allerdings etwas schwieriger: die hawaiianische Sprache besteht aus den 5 Vokalen und 7 Konsonanten. Klingt das Ganze bei Waikiki und Honolulu noch nett und lustig, wird es bei Nawiliwili, Kamehameha und co schon schwierig… ;)

Wir holen unser Mietauto ab und begeben uns auf die Suche nach unserer Unterkunft – unser erses Airbnb-Mal.
Als wir ankommen, kurz vor Mitternacht, werden wir herzlich empfangen. Am nächsten Morgen weckt uns – bzw mich – die Sonne schon früh und wir starten zur Northshore (Nordseite der Insel). Dort sieht man im Winter die Big Waves, bis zu 10m hoch, als wir dort sind, leider keine… wir genießen dafür den Sunset Bech und – weil hier ein Muss und weil mehr als lecker – Shrimps vom Shrimpstruck… und spicy ist hier tatsächlich spicy!
Waikiki muss man natürlich auch gesehen haben… und ja, wie könnte man das beschreiben? Amerikanisches Tschesolo? Eine Liege reiht sich an die nächste während sich hinter dem Strand ein Hotel neben dem anderen auftut.
wuuuunderschön… an der Promenade findet man alle lebnsnotwendigen, amerikanischen – wie sagt man hier dazu – Restaurants: Tacobell, Subway, Mc Donalds, Burger King – the home away from home für alle Amerikaner.
Ausserdem gibt es jede Menge asiatische Touristen und so quetschen sich zwischen die Burgerketten noch unmengen Sushi läden.
Wir flüchten.

Als Muss, schauen wir uns Perl Harbour an. Ziemlich skeptisch hineingegangen, aber doch recht berührt wieder hinaus.
Sehr emotional und doch recht umfangreich aufgearbeitet, kann man das Ereignis durch viele verschiedene Blickwinkel erleben. Was vielleicht doch etwas too much – für meinen Geschmack – war, war eventuell der 100jährige Mann, der damals vor Ort war. In seinem Rollator wurde er beim Haupteingng ‘geparkt’ und Leute strömen zu ihm, um sich bei ihm zu bedanken und Fotos mit ihm zu machen…
gut…. american way of life…
wobei man an dieser Stelle erwähnen muss, dass Veternen einen besonderen Stellenwert in den USA einnehmen. Für sie gibt es ein eigenes Gesundheitssystem, eigene Eintrittspreise (auch für Parkplätze…) und auch eigene KFZ Kennzeichen, weil keine Parkstrafen usw… also in Wien könnte man das womit vergleichen? Diplomatenstatus?
Am selben Tag schaffen wir es noch, uns aus unserem eigenen Zimmer auszusperren und wieder hinein einzubrechen.. Zeit weiter zu ziehen – nächster Stopp Maui.

Es ist gerde Regenzeit. Das bedeutet, Regen in der Nacht und üppig grüne Landschften – amaaazing ;) Wir wohnen in einer Bananenplantage. Dank Mietauto sind wir in alle Richtungen untwegs und besonders der Weg nch Hana ist wirklich toll; eine Serpentinenstraße entlang mit unzähligen Stopps – fast wie eine Schnitzeljagd. Von Bambuswald über bunte Eucalyptusbäume, kurze Hikes und natürliche Vulkan-Thermalbecken – die Zeit läuft quasi ständig mit, denn man muss vor Einbruch der Dunkelheit zurück, da die Straße unbeleuchtet recht gefährlich ist.
Am Weg stärken wir uns zwischendurch mit dem besten Bananenbrot ever. mmmmh Und als die Sonnenstrahlen das letzte Licht spenden trudeln wir zu Hause ein.

Während man an touristiachen Plätzen stets mit Aloooohaaaaa begrüsst wird (inklusive der Erwartung, dass man es in gleicher Begeisterung lautstark wiederholt) genügt bei den Einheimischen das bewährte ‘hang loose’ Zeichen und Kopfnicken – das funktioniert für Begrüßung, Verabachiedung und als Danke… während wir das in Österreich eher nur von den coolen Jungs mit Surfbrett in der Hand kennen, klappt das hier auch mit dem 70jährigen Nachbarspärchen! Was für ein Anblick!

Nachdem der Sonnenaufgang über dem Vulkan so toll sein soll, klingelt der Wecker, trotz Ferien, um 2:30 und wir fahren 2 Stunden auf den Vulkan. Bei -5 Grad warten wir in der Finsternis und es zahlt sich tatsächlich aus; in allen Rottönen kündigt sie sich an, bis sie schließlich im schönsten Gelb zu strahlen beginnt und uns aufwärmt.

Nachmittag: Beach!! Ich mag ja lieber das ruhige Meer aber trotz riesiger Wellen, aber weil heiiiiiiiss, wage ich mich ins Wasser und es kommt, wie es kommen musste: ich suche mir extra den Weg mit den wenigsten Wellen ins Wasser doch dann kommen zwei Surfer in meine Richtung… ich muss ausweichen… eine Welle erfasst mich, zieht mich mit, schleift mich ins Wasser, auf den Grund… nach Luft schnappend komme ich wieder aus dem Wasser… Sonnenbrille weg. Das wars – kein Wasser mehr für mich an diesem Strand! Nein, ich mag keine Wellen….

Kaum können wir die wichtigsten Städte aussprechen, geht es weiter auf unsere letzte Insel in Hawaii: Kauai, die Garteninsel Hawaiis.

Als wir unser Mietauto holen wollen, kommt mir ein mitgenommenes Hühnchen entgegen. Natürlich gehe ich nochmal hinein um das mitzuteilen, aber die Angestellte lächelt nur und sagt, dass hier überall wilde Hühner in den Büschen leben. Gut. Nicht geflüchtet… und tatsächlich… in den nächsten Tagen sieht man sie üüüüberall: am Strand, in Kreisverkehren, auf Parkplätzen und ja, auch mitten im Drive in bei Mc Donalds… irgendwie makaber… aber herzig!

Ausser den Hühnchen gibt es aber noch mehr zu sehen: die Napali Coast ist unglaublich beeindruckend, genauso wie der Waimea Canyonund Queens Bath – natürliche Becken am Meer, neben denen unzählige Schildkröten schwimmen. Eine Stunde sitzen wir nur da und beobachten die unzähligen Schildkröten. In Kauai wurden übrigens auch grosse Teile von Juressic Park gedreht. Diese Naturgewalten wollen wir uns natürlich nicht entgehen lassen und die beste View hat man nun al von oben, also buchen wir einen kleinen Rundflug!

Wir kommen zum Flughfen und warten auf den Abflug, als uns die Fluggäste der Konkurenz-Gesellschft entgegen kommen. Die Tochter tot bleich und von oben bis unten… eh schon wissen… der Sohn auch recht blass… ziemlich mitgenommen… bis jetzt war ich voller Vorfreude…. jetzt frage ich mich, ob das wirklich eine gute Idee war… aber hilft nix… los geht’s!
Mit einem Airvan – Kapazität von 8 PAX, besetzt nur mit 4 – steigen wir auf und genießen 60 Minuten herrlichen Flug! Keine Turbulenzen – unglauuubliche Landaschaften – wieder nur eines zu sagen: amazing!

Dann ist noch – weil hier gibt es ruhige und wirklich super schöne Strände! juhuuuu! – Strand und plantschen am Plan, bevor es weiter geht….

Next stopp – mit stopover auf Christmas Island – Fijiiiii