Australien – eastcoast – sunny side

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There ARE Kangaroos in Australia…

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… aber immer noch nicht in Austria…

Letztenendes in dem Land angekommen, von dem alle immer glauben, das man selbst her ist, wenn man “from Austria” ist…

Zuerst auch mal danke für alle Beschwerden, dass es diesmal tatsächlich etwas länger gedauert hat mit dem Eintrag… offensichtlich wird’s ja doch gelesen ;)
sorry…

Seit Mitte Juli heißt es also “G’day, mate” in der Sprachschule in Brisbane.

Für australisches Vokabular kann man auch mal ein eigenes Hefterl anfangen…
Meine Favoriten sind sämtliche liebevolle Abkürzungen:
sunnies (nein es ist nicht super sonnig, sondern das sind die Sonnenbrillen) , footy (nein, man geht nicht zu Fuß, sondern man redet über Fußball), telly (was könnte das wohl sein…. fernsehen natürlich), besties (ist nix Böses, ist harmlos… sind die besten FreundInnen), barbie (ist nicht die Puppe, sondern das BBQ), eskies (ist keine Bevölkerung aus den kalten Gebieten, sondern die Tiefkühltruhen), roo – weil das ganze Wort natürlich auch viel zu lang wäre, steht für Känguru… usw usw…

Brisbane ist eine recht überschaubare, ehere kleine Stadt; allerdings mit sehr herzlichen Mitmenschen, unzähligen Lokalen, Märkten und einer großen Boho-Community…

Der erste Ausflug geht in ein Sanctury, um Koalas mal kuscheln zu können… wenn wir schon in Aussie sind… Angekommen sehen wir erst den Tasmanischen Teufel, zwei Wombats (bitte wie lustig schauen eigentlich Wombats aus! ich will einen für zu Hause! :) ), viele, viele Koalas in einem offenen Gehäge und dann eine etwas längere Warteschlange… ja – dort kann man die Koalas halten und dann auch ein Foto dabei machen. Gut, deswegen sind wir ja da und für ca. 17.- / Person ist man auch schon dabei. Man wartet also und dann hat man etwa 20 sec Zeit. Die Pflegerin sagt wie man ihn halten darf, setzt ihn auf dich drauf, Fotos, wieder runter…
TROTZDEM war’s sooo herzig und der Knauf war soooo kuschelig – und mit seinen 8kg gar nicht mal so leicht…
Außerdem gibt es noch ein Gehege mit zahmen Kängurus. Nach dem ersten Näherkommen beim Füttern, entstand dann das ein oder andere Selfie mit Känguru… soooo lustig… how cool is that… :)

In Brisbane selbst kehrte wieder der Alltag ein (die Details dazu sind jetzt wenig spannend), deswegen wurden wieder Ausflüge geplant! :)

Der erste ging auf die Whitsunday Islands…
Falls der Name keine Assoziationen hervorruft, vielleicht die Bounty Werbung? Weißer elendslanger Strand? DAS wurde DORT aufgenommen…
Für 2 Tage und 2 Nächte begeben wir uns auf ein Segelschiff und fahren um/zu den 75 Inseln der Whitsundays (nein, nicht vertippt, die heißen nicht white sunday sondern Whitsunday, weil Pfingstsamstag. Diese Passage wurde nämlich von James Cook im Jahre 1770 zu Pfingsten entdeckt :) ) inklusive Stopp auf dem berühmten White Heaven Beach.

Da wir noch nie auf einem Segelschiff waren – schon gar nicht über Nacht – hatten wir wenig Vorstellung davon. Sicherheitshalber habe ich mir die Tabletten gegen Reisekrankheit gleich davor einverleibt (und dann alle 7h) und als wir mit den Tenderbooten ankamen, macht das Boot – also es ist schon groß, aber für 25 Personen? Zimmer? – einen eher kleinen Eindruck… Wie soll sich das ausgehen…

Wir steigen von den kleinen Booten auf das Segelschiff… Betten werden zugewiesen und AHAAAA – es gibt natürlich KEINE Zimmer… es ist mehr ein großer Dorm… dementsprechend gibt es auch keine Möglichkeit das Gepäck irgendwo abzustellen, außer am Gang – weil es gibt nur Gang und seitlich die Betten.
Hmmm… tja… da hätte man wohl etwas besser vorbereitet sein sollen und eher weniger als mehr eingepackt… aber gut… hilft nix und es ist wie es ist – alles irgendwie untergebracht… am Bett… am Gang… ;)
Die Fahrt selbst war unglaublich schön! Es gab 3 Schnorchelstopps (das Gebiet zählt auch schon zum Great Barrier Reef), wobei man beim ersten schon einen beachtlichen Teil nur an abgestorbenen Korallen sehen konnte… Das ist hier bzw am gesamten Riff ein riesiges Problem…
Das Great Barrier Reef ist das größte Riff der Erde mit 2300 km Länge, bestehend aus 2900 Einzelriffen und unzähligen verschiedenen Tierarten, die teilweise auch nur hier angesiedelt sind. Man findet hier zb auch 6 der 7 Arten an Meeresschildkröten.
In der Nacht sind wir so weit weg vom Festland, dass der Sternenhimmel unglaublich ist!
Die Nacht selbst… war schaukelig… aber ohne gröbere Zwischenfälle überstanden :)
Vor der zweiten Nacht haben wir sogar noch Buckelwale neben uns gehabt! Soooo nice!

Dann war das Wochenende auch schon vorbei und weiter ging’s in Brisbane…

Weil wir jetzt aber mehr vom Great Barrier Reef sehen wollten, ging es am übernächsten Wochenende nach Cairns, im NO von Australien, die Stadt die sich am nächstgelgenen zum GBR befindet. Bei den meisten anderen Küstenstädten fährt man 3-4h mit dem Boot, in Cairns sind es nur ca 1,5h. Dementsprechend ist es der Hauptausgangspunkt. Etwa 2000 verschiedene Boote – nicht alle an jedem Tag, weil auch hier mehrtätige Touren angeboten werden – verlassen den Hafen Richtung Riffe.
Die Entscheidung ist schwer, weil es natürlich eklatante Preisunterschiede gibt, jenachdem welches Riff bzw ob mehrere Riffe angefahren werden, wie schnell das Bott ist, wie groß das Boot ist usw…
Wir entscheiden uns letztenendes für ein Privatriff in einem Mittelgroßen Boot, weil mir die Vorstellung von 200 Menschen mit Schwimmnudeln unterm
Bauch und Schnorchelzeug nebeneinander im Wasser irgendwie Brechreiz hervorruft…
Unser Boot war auch nur halb voll also wirklich super erwischt. Die Riffe selbst waren dann zwar schon toll – habe beim Tauchgang Baracudas, Schildkröte, Federseestern usw gesehen, aber die riiiiesigen Fische die man sonst so von Fotos kennt waren leider nicht zu sehen… auch sonst, war es durchaus mit anderen Riffen vergleichbar – der absolute “WOW Effekt” blieb aus. Trotzdem genossen und Spaß gehabt, bovor es wieder zurück nach Brisbane ging.

Tja und wie es so ist, vergeht die Zeit viel zu schnell und die Zeit hier ist schon wieder um…
NEXT STOP: Perth
PS: Danke an dieser Stelle auch an alle Geburtstagsglückwnsche von zu Hause! Besonders die Videos… schau’ ich mir immer wieder gerne an! *loveit* :)