Pacaya/Atitlan/Antigua

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nein, ich bin doch nicht die Linda…

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Als ich letztens nach Hause komme, höre ich nur ein “hola” – ich grüße zurück, bis ich merke, der Papagei hat mich verarscht…. alles klar… na warte… ;)

Drei mal am Tag gib’s Essen bei Maria… dann heißt’s “comer ninos!!” und kaum am Tisch dann “lindaaaa! feliz feliz!?” Das mit der Linda… also echt… kA was das schon wieder soll…. alles Essen ist frittiert oder paniert… bald kann ich mich rollen… wenn ich nicht gerade esse oder in der Schule bin, ist Vokabelkärtchen schreiben und lernen meine Unterhaltung… nette Abendbeschäftigung… wer hätte das gedacht… und da…. beim Vokabellernen… da versteh ich endlich was da los ist mit der Linda… und so… alles klar :D

Aber es gibt ja auch Ausflüge, claro :)

Diese Woche ging’s auf den Vulkan Pakaya, 2500m hoch, einer der aktivsten Vulkane der Welt! Vor ca drei Wochen ist er das letzte Mal ausgebrochen… In einem Minibus fahren wir ca. 1,5h zum Startpunkt. Von dort geht man mit Guide ca 1,5h hinauf… entlang der Strecke stehen regelmäßig bewaffnete Securities…
Oben angekommen: eine unglaubliche Aussicht… vom Krater nach unten ist eine breite Schleuse von “frischem” Geröll… als wir auf das Geröll kommen, dampft es aus manchen Steinen und es ist empfehlenswert, hinter dem Guide zu bleiben, denn manche der Steine sind heiß… so heiß, dass Holzstäbe nach wenigen Sekunden Feuer fangen, wenn man sie hinhält, oder Schuhe schmelzen, wenn man den falschen Weg geht… Unser Guide gibt uns Marshmallows – wir grillen – Lavastein-Grill sozusagen, aber in echt :) Auf der anderen Seite des Vulkans gehts wieder hinunter, nachdem wir die Sonne zwischen den drei anderen Vulkanen untergehen gesehen haben…. wunderschön! Zur Zeit – die 40 Tage vor Ostern – gibt es nahezu täglich in irgendeinem Dorf hier Prozessionen… das haben wir auch am Heimweg wieder gemerkt… wir müssen durch ein Dorf mit nur einer Hauptstraße… dort ist gerade eine Prozession… in weniger als Schrittgeschwindigkeit geht’s die nächsten 30min weiter… der Fahrer schon am Ende seiner Geduld… aber es gibt nunmal keine Ausweichmöglichkeit… eine Dame aus unserer Gruppe fragt den Fahrer genervt, wann wir denn zurück sein werden, weil sie doch um 9 Uhr spätestens in der Stadt sein müsse… der Fahrer deutet lediglich auf die Menschenmassen auf der Straße und zuckt mit den Schultern… er könne ja nix ändern – sie nochmal fordernd, sie müsse unbedingt vor 9 Uhr da sein… herrlich!!

Am nächsten Tag heißt es: Tagwache: 5:00, Abfahrt 5:30 zum Largo de Atitlan; Ankunft: 8:00 Der See: 130 km“ groß, von drei Vulkanen umgeben und liegt selbst in einem Krater. Um den See liegen 13 Dörfer, hauptsächlich von Mayas bewohnt und mit Booten zu erreichen. Wir fahren mit kleinen Booten drei Dörfer an. Die sind allerdings nicht ganz so spektakulär, also genießen wir lieber die Aussicht…. auf den See… bei einem Gin Tonic… oder zwei… Abends geht’s wieder zurück…

Ausserdem haben wir diese Woche noch einen Workshop im SchokoMuseum gemacht… weil hier gibts die Kakaobohnen ja quasi vor der Tür und werden jeden Tag frisch geröstet… die ganze Straße riecht nach Kakao… so lecker!

So… und jetzt ist gerade Madrid gegen Barca im TV… ich bin in einem kleinen Cafe, in dem Glauben, dass es hier ruhig ist… DENKSTE! Als wäre ich in Madrid… das Cafe füllt sich seit der letzten Stunde auf den letzten Platz…. vor den Fenstern drängen sich Kinderköpfe… Securities ändern ihre Wachposition in TV-Sichtweite, bei Toren wird geklatscht und geschrien… alles klar… viva Espania :)

Ach ja… a pro pos Spanien… letzte Woche war die spanische Königin im Lande und sogar hier in Antigua… allerdings war das top secret… aus Sicherheitsgründen wird in Mittelamerika natürlich nie gesagt, wann wer wo ist – das erfährt man hier erst danach… wenn man zb fragt, warum so viele Helicopter unterwegs waren…

In diesem Sinne… viva la vida!
besitooooos