Von Azteken, Maya, Zapoteken… und so…

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Nach den Walen ging es wieder weiter zum Stadt- und Maya-Sightseeing!

Von Puerta Vallarta nach Puebla (südlich von Mexico City). Hier haben wir einen kleinen Flug eingelegt – der war günstig und wir haben ja noch genug Busstunden vor uns. So waren es 12h weniger…
Puebla ist ein wunderschönes Dörfchen, bekannt für seine Fliesen und auch Gebäude mit diesen an der Fassade. Es gibt einen wunderschönen Hauptplatz. Diese schauen hier im Allgemeinen immer anders aus als bei uns. In der Mitte ist ein großer Platz der begrünt ist (allerdings nicht mit Wiese, in der man nicht sitzen darf, sondern mit Bäumen und blühenden Pflanzen) und jede Menge Sitzmöglichkeiten bietet – also wie ein Park. Rundherum befinden sich dann in der Regel Rathaus, Hauptkirche und Regierungsgebäude. Meist haben zwei bis drei Seiten noch Arkaden, in denen sich Lokale befinden – für das ein oder andere Bierchen oder Kaffeetschi.. weil Spritzer… das kennen sie ja leider nicht… :)

Nach Puebla ging es weiter nach Oaxaca. Hier ist es sehr touristisch… aber gut… bis jetzt kaum ein Wort Deutsch gehört… da ist`s jetzt mal auch ok… Die Stadt selbst hat eine schöne Innenstadt und einen RIESIGEN Markt, bei dem es alles gibt – ALLES! Ich liebe Märkte und kenne auch wirklich viele und große – aber noch nie konnte einer mit dem Chatuchak Market in Bangkok mithalten. DER schon! Viele Menschen,
Gewusel, Obst/Fleisch/Möbel/Geschirr/Hygieneartikel/… man konnte alles finden… mit Geduld und einer guten Orientierung… ich hab also alles dann eher zufällig gefunden :D Hier bin ich trotz größter Beherrschung auch meinem ersten Kaufrausch erlegen: Tonschalen für den Ofen (oder auch offene Feuerstellen… vielleicht muss ich dann auch meine Küche erweitern… :D). Handgemacht und ganz typisch für hier – in jedem Lokal zu sehen… In einem schwachen Moment habe ich zwei davon gekauft… nicht ahnend, welche Post-Folgen das haben würde… Am Markt noch eingepackt ab zur Post – dort gab es aber keine Kartons, das Postamt (mit ca 10 Angestellten die alle nichts zu tun hatten – also man erkannte gewisse Parallelen…) war für solch ausgefallene Fälle (wer möchte auf der Post schon ein Paket verpacken…) wie diese nicht ausgestattet… es gibt hier keine Kartons oder sonstiges Verpackungsmaterial – man müsse dafür schon zum Markt… alles klar… also wieder zum Markt. Wie schnell man dort soetwas Spezielles findet, kann man sich vorstellen… gefühlte 2 Liter Schweiß, blank liegenden Nerven und 30 Minuten später hatten wir alles zusammen: Luftkissenplastikdingsbums, einen Karton und Gaffaband. Juhuu – also die zwei Schalen dort eingepackt und zurück zur Post. Freudig das Paket entgegenstreckend sagt die Dame hinter dem Schalter, das Paket müsse man schon aufmachen, sie müsse kontrollieren, was da drinnen ist… Ich schüttel nur den Kopf und versuche ihr zu erklären dass das jetzt verschlossen ist und was drinnen ist… genügte ihr nicht… also wieder auf, alles raus, sie nickt, wieder alles rein und zugeklebt. Dann beschriftet und RUCK ZUCK – für das 40fache am Einkaufspreis ist es jetzt am Weg nach Hause… mal schauen wie es ankommt… und vielleicht verkneif ich mir solche Schick-Aktionen dann doch beim nächsten Mal… vielleicht… :)

Von Oaxaca ging`s zum fröhlichen “Steine schauen” (wie die ein oder andere Person sagen würde… ).
Monte Alban war mehr als beeindruckend! Monte Alban = weißer Berg und die Maya bauten an genau diesem Gipfel eine Stadt für ca. 40000 Menschen. Mächtig! Überwältigend! Und WAS FÜR EINE VIEW! Bei 40 Grad glühender Hitze bestaune ich alleine eine Anlage nach der anderen… nicht jeder findet die Steine so toll :) nach zwei Stunden allles gesehen und total ko. Dann ging`s noch nach Mitla – dorthin siedelten die Maya und Zapotheken als sie von Monte Alban flüchteten.
Letztenendes nach Santa Maria del Tule, dort steht der größte Baum der Welt mit 42m Umfang. Nachdem man umgerechnet ca ein Euro Eintritt bezahlt hat darf man zu dem Baum (aber nicht ganz, denn es gibt eine 10m grosse Absperrung rundherum…. super…) – alle versuchen verkrampft dieses riesige Teil auf ein Foto zu bringen… schwierig… dann ging`s nach Hause.

Nächster Stopp: San Christobal de las Casas.
Mit dem Nachtbus – 8h im Bus, Ankunft um 6:30 – in das angeblich so schöne Städtchen. Als wir etwas zerknirscht ankommen ist es noch mehr eine Geisterstadt… im Zentrum finden wir ein Cafe in dem wir mal in Ruhe frühstücken und brechen dann zur Stadterkundung auf. Es gibt wenig zu sehen, aber auch hier wieder einen sehr netten Markt. Das Besondere der Stadt ist, dass es sich um ein indigenes Dorf handelt – dementsprechend ändern sich die Gesichtszüge der Einwohner schlagartig. Die Frauen tragen ihre Babies in um den Hals gewickelten Tüchern Tag ein und Tag aus mit sich herum… oft liegen sie auch einfach am Markttisch… zum ausruhen…
Nach einem gemütlichen Spaziergang machten wir uns auch schon wieder auf den Weg zum nächsten Bus nach Palenque.

Der Bus fährt in Palenque ein – wir steigen aus und BUMM. Bis jetzt war das Klima perfekt – Nachts ziemlich kalt, Tagsüber um die 25 Grad – perfekt um sich etwas anzusehen… jetzt sind wir in den Tropen! heiß! schwül! Ausserdem ist Palenque eine der hässlichsten Städte überhaupt… aber deswegen kommt man hier nicht her. Sondern waren die Maya auch hier aktiv und es gibt wunderschöne Ausgrabungen!
Also schnappen wir uns einen kleinen Shuttlebus zu den “Ruinas”. Der Fahrer des Busses ca 120kg schwer aber nett lächelnd sucht nach der richtigen Stimmungsmusik für uns – vor uns sitzt noch ein Pärchen aus Vorarlberg. Nach etwa 5 angespielten Liedern, die anscheinend aber seiner Meinung nach nicht das Richtige waren, dann die musikalische Untermalung durch den Dschungel: “I take you to the Candy Shop” dröhnt es mit viel Bass aus den Boxen… Wir alle vier können uns das Lachen kaum verkneifen und finden die Untermalung einzigartig…. doch als wir das dachten, kam es noch besser: das nächste Lied hatte er wieder extra rausgesucht und weiter ging es durch den Dschungel mit : “Du hast den geilsten Arsch der Welt”. Das Lachen war jetzt nicht mehr zu unterdrücken… Weltklasse :D
Oben angekommen bedankten wir uns für die unterhaltsame Fahrt und starteten in die Maya Anlage. Im halbstundentakt legen wir Pausen ein, weil es einfach viel zu heiß ist… aber absolut beeindruckend… danach ging´s zurück in die Stadt und weiter mit dem nächsten Nachtbus – 23:30 Abfahrt nach Merida!